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  Börsenaufsicht

Die Börsenaufsicht in Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Ihre Aufgabe ist es unter anderm darüber zu wachen, das es an der deutschen Börse fair zu geht und alle Teilnehmer an der Börse die gleichen Chancen haben. Doch es kann an der Börse durchaus vorkommen, dass einige der Börsenteilnehmer einen Vorsprung an Wissen gegenüber den anderen Teilnehmern an der Börse haben, den sie zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen versuchen. Das wohl berühmteste Beispiel der Geschichte ist wohl der Fall des ehemaligen IG Metall-Chefs Steinkühler. Er war Mitglied im Aufsichtsrat von der Daimler Benz AG und wusste das Daimler-Benz Aktien umgetauscht werden sollten. Dies entsprach einer Aufwertung von ca. 100 Deutsche Mark. Steinkühler nutzte dieses Wissen und empfahl seinen Verwandten und Freunden Daimler-Benz Aktien zu kaufen. Die nun im voraus Informierten hatten so die Möglichkeit, sich preisgünstig mit Aktien zu versorgen noch bevor die gute Neuigkeit an die allgemeine Öffentlichkeit ging und so für einen Kursanstieg sorgte.

 
 
Damit solche Dinge nicht wieder geschehen können und gesetzliche Vorschriften auch überprüft werden können, wurde im Jahr 1995 das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BaWe) gegründet. Die Banken hatten ab sofort der BaWe täglich sämtliche Wertpapierankäufe und –verkäufe zu melden. Zusätzlich waren der BaWe sämtliche Ad-hoc-Meldungen mitzuteilen. Anhand dieser Daten wird versucht vergehen auf die Spur zu kommen.

Im Jahr 2002 wurde die BaWe mit dem Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen zusammengelegt und in die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) umgewandelt. Heute in Zeiten der Wirtschaftskrise und Bankenkrisen steht die BaFin mit im Zentrum der Kritik nichts oder zu spät auf die Anzeichen der Krise reagiert zu haben.


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