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  Börse und OTC

Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren findet nicht immer an der Börse statt. Es sogar ganz im Gegenteil der Fall, dass die meisten der Transaktionen tatsächlich an den Börsen vorbei läuft. So dass sich die Marktteilnehmer direkt per Telefon oder Mail und Fax etc. direkt verhandeln. Der Handel der außerhalb der Börse stattfindet wird mit dem Oberbegriff OTC bezeichnet. Wobei der Begriff OTC von den englische Worten over the counter kommt und ins Deutsche übersetzt soviel wie „über den Tresen“ bedeutet. Der Handel OTC hat zwei ganz wesentliche Vorteile: Erst einmal kann man Kosten sparen, da bei der Abwicklung von Wertpapiergeschäften OTC die Maklercourtage entfällt, die an der Börse auf alle Fälle entstanden wäre. Deshalb werden sehr gerne sehr große Aktien oder Anleihenorders, die man als Blocktrades bezeichnet otc abgeschlossen um so die Börse zu umgehen und entsprechend Geld zu sparen. Zum anderen werden von den Börsen auf der ganzen Welt nur standardisierte Produkte angeboten, so dass individuell Anpassungen die die Marktteilnehmer sehr oft haben möchten gar nicht möglich sind.

 
 
Der Handel außerhalb der Börse wurde früher in den allermeisten Fällen über das Telefon abgeschlossen. Dies wurde dann durch das so genannte ECNs (Electronic Communication Networks) abgelöst. Dies gibt die Möglichkeit recht kostengünstig über das Internet zu handeln und dabei die Börse komplett zu umgehen. Offene Orderbücher sorgen hierbei für das höchste Maß an öffentliche Transparenz. Ein ECN wird dabei von einem oder sogar von mehreren Unternehmen errichtet und betrieben. Dabei kann es durchaus von Banken und Brokerhäusern unterstützt werden.


© BirgitH / pixelio.de